Frage 7:
Wenn ich schon keine Zigaretten mehr rauchen darf, wie wäre es dann mit Zigarren? Dabei pafft man nur so vor sich hin und man inhaliert nicht mehr. Es dürfte also auch nicht schädlich sein.
Antwort:
Leider verbirgt sich in Ihrem ansonsten logischen Gedankengang ein Denkfehler!
Das Risiko für tabakbedingte Erkrankungen ist auch bei Rauchern von Zigarren oder Pfeifen im Vergleich zu Nichtrauchern erheblich erhöht. Dieses Risiko ist für die Erkrankung an einem Bronchialkarzinom zwar bei Zigarrenrauchen niedriger, jedoch immer noch wesentlich höher als bei einem Exraucher. Es kommt aber noch schlimmer ! Die Auftretenshäufigkeit von bösartigen Geschwülsten in der Mundhöhle liegt bei Zigarren- und Pfeifenrauchern noch wesentlich höher als bei Zigarettenrauchern !
Eine Abhängigkeit kann auch bei Zigarren- und Pfeifenrauchern bestehen. Der Unterschied ist lediglich, dass das Nikotin bei den Zigarettenrauchern durch die Lungenbläschen und bei Zigarrenrauchern und Pfeifenrauchern durch die Mundschleimhaut in den Körper aufgenommen wird.
Wie wissenschaftliche Arbeiten erwiesen haben, paffen Zigarrenraucher, die von Zigaretten umgestiegen sind, leider nicht, sondern sie inhalieren sehr häufig, wie sie es gewohnt sind. Damit wird der Unterschied zwischen den beiden Raucharten auch im Hinblick auf das Risiko für Atemwegserkrankungen deutlich verringert.
Somit kann man behaupten: bei den Zigarren, die mehr als die 10-fache Menge an Nikotin und manchen Schadstoffen enthalten, handelt es sich um sogenannte "XXL-Zigaretten" !
