Frage 8:
Warum sollte ich ein Nikotinersatzpräparat benützen? Das Gift Nikotin bleibt auch im Pflaster oder Kaugummi genauso schädlich wie in den Zigaretten, die ich derzeit rauche!

Antwort:
Ob Sie Nikotin mittels Zigaretten oder mittels Nikotinersatzpräparaten Ihrem Körper zuführen, macht schon einen gewaltigen Unterschied ! Führen Sie Nikotin mittels Zigaretten zu, so nehmen Sie gleichzeitig ein Gemisch von weiteren etwa 4000 Inhaltsstoffen des Tabakrauches in Ihren Körper auf. Darunter sind u. a. Arsen, Blei, Dioxin, Formaldehyd und ein sog. "Alpha-Strahler", das Apollonium 210, usw..
Falls Sie sich mehr für die Inhaltsstoffe des Tabakrauches interessieren, dann klicken Sie bitte schön folgenden Link an: Inhaltsstoffe des Tabakrauches

Nikotin ist die abhängigkeitsmachende Substanz in diesem tödlichen Gemisch. Die gesundheitsschädigende Wirkung von Nikotin ist verhältnismäßig gering und schlägt lediglich bei den Patienten zu Buche, die an ihren Herzkranzgefäßen schwer geschädigt sind.

Wenn Nikotin in Nikotinersatzpräparaten nur ein für die meisten Personen zu vernachlässigendes Schädigungspotential entfaltet, wie steht es dann mit der Aufrechterhaltung der Nikotinabhängigkeit ?

Die abhängigkeitsmachende Wirkung des Nikotins hängt wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge von der Geschwindigkeit ab, mit der Nikotin in das Blut gelangen kann. Die Geschwindigkeit per Zigarette ist allen anderen bisherigen Nikotinzubereitungen weit überlegen ! Und damit ist das Potential des Tabakrauches zur Erzeugung einer Abhängigkeit bei Tabakrauchkonsumenten höher als beim Alkohol und vergleichbar mit den abhängigkeitserzeugenden Wirkungen von Kokain und Heroin.

Warum empfehlen wir Rauchern eine der beiden sogenannten Medikamente erster Ordnung (Nikotinersatzpräparate oder Zyban) während des Entwöhnungsprozesses als Ergänzung der Verhaltenstherapie?

Es ist erwiesen, dass die beiden genannten Medikamente insbesondere in den ersten Tagen und Wochen, je nach individuellen Eigenschaften der Entwöhnungswilligen, zur deutlichen Minderung oder gar völligen Vermeidung von sogenannten "Entzugsbeschwerden" führen. Hierdurch verbessern sich die Erfolgschancen der Entwöhnungswilligen erheblich, nach einem Jahr noch rauchfrei zu sein. Jeder der beiden Medikamente führt als unterstützende Maßnahme zu einer Verdoppelung der Erfolgsrate !

Welches der beiden Medikamente oder aber ob eine Kombination von beiden für Sie persönlich die besten Erfolge erbringen kann, erfahren Sie von Ihrem behandelnden Arzt und von Ihrem Tabakentwöhnungsberater.


Unsere nächsten Entwöhnungskurse

im Klinikum München-Harlaching und im

Klinikum München-Neuperlach

ab dem 11.06.2013

inkl. kostenfreier Rauchersprechstunde:

am 15.05. und 05.06.2013 von 18:30 bis 20:00 Uhr

Flyer mit Terminübersicht


Unsere nächsten Kursleiterseminare

in München

am 12. und 13. Juli 2013

zur Durchführung von Tabakentwöhnung im Gruppensetting.

(Änderungen vorbehalten!)

Telefonische Hotline

Telefonische Beratung:
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