Gesundheitliche Folgen
Aktivrauchen
Rauchen hat– das ist allenthalben bekannt – erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit. Sind die positiven körperlichen und psychischen Effekte eher kurzfristig spürbar, äußern sich bei regelmäßigen Rauchern bald auch erste negative Auswirkungen: Konditionsprobleme, Kurzatmigkeit, Husten, unreine Haut u.a.. Raucher leiden auch häufiger unter Infektionen (z. B. Lungenentzündung nach Operationen) und unter Wundheilungsstörungen als Nichtraucher. Langjährige Raucher erkennt man oft an ihrer maskenhaft starren, gelblich-zerknitterten Haut – ein Ergebnis vorzeitiger Hautalterung. Die lebensbedrohlichen Krankheiten, mit denen Raucher schließlich konfrontiert werden können, reichen von chronischen Atemwegserkrankungen über Krankheiten des Herzkreislauf-Systems bis hin zu gefürchteten Krebsleiden verschiedener Organe. Wir kennen heute 25 durch das Rauchen hervorgerufene und/oder ausgelöste Erkrankungen. Jährlich erkranken 80.000 bis 90.000 Raucher in Deutschland an Herzkreislauf-Erkrankungen. Nach den Angaben der WHO (Weltgesundheitsorganisation) stirbt weltweit alle 10 Sekunden ein Mensch an den Folgen des Tabakgenusses.
Nach dem Rauchstopp verschwinden einige der durch das Rauchen verursachten Beeinträchtigungen und Krankheitssymptome. Andere weisen eine Besserungstendenz auf oder verschlimmern sich zumindest nicht weiter. Je früher ein Raucher aufhört zu rauchen, umso größer sind seine Chancen für die Besserung der tabakrauchbedingten Schädigungen und Beschwerden. Allerdings bringt ein Rauchstopp im Vergleich zum Weiterrauchen in jedem Alter eine Besserung des Allgemeinbefindens mit sich !
Ein Irrtum ist es zu glauben, dass erst Jahre nach dem Rauchstopp eine deutliche Änderung der Befindlichkeitsstörungen und der tabakbedingten Krankheitssymptome feststellbar sind.
Hier können Sie nun einige der kurz- und langfristigen Vorteile des Rauchstopps kennenlernen:
Nach der letzten Zigarette ...
20 Minuten
Der Blutdruck fällt wieder auf einen Wert, der etwa dem Wert vor der letzten Zigarette entspricht. Die Temperatur der Hände und Füße steigt auf einen Normalwert an.
8 Stunden
Der Gehalt an Kohlenmonoxid des Blutes fällt auf einen für die Gesundheit unbedeutenden Wert. Kohlenmonoxid ist das Gas im Tabakrauch, das den Sauerstofftransport im Blut durch Blockierung des Blutfarbstoffes und damit die Durchblutung lebenswichtiger Organe gefährlich herabsetzt.
24 Stunden
Das Herzinfarktrisiko wird kleiner.
2 Wochen bis 3
Monate Die Durchblutung verbessert sich; die Lungenkapazität erhöht sich um bis zu 30%.
1 bis 9 Monate
Husten, Müdigkeit und Kurzatmigkeit verringern sich; die Flimmerhärchen in der Lunge gewinnen ihre normale Funktionsfähigkeit zurück und sind so besser in der Lage, die Lunge zu reinigen und die Gefahr von Infektionen zu verringern.
1 Jahr
Das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße ist nur noch halb so groß wie bei Rauchern.
5 Jahre
Das Schlaganfallrisiko sinkt nach 5 bis 15 Jahren auf das Niveau eines Nichtrauchers.
10 Jahre
Unter Ex-Rauchern finden sich nur etwa halb so viele Lungenkrebs-Todesfälle wie unter weiterhin Rauchenden. Das Risiko von Krebserkrankungen im Mund- und Halsbereich, Speiseröhre, Blase, Niere und Bauchspeicheldrüse verringert sich.
15 Jahre
Das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße entspricht dem eines Nichtrauchers.
15 bis 25 Jahre
Das Risiko an einem Bronchial- bzw. Lungenkrebs zu erkranken nähert sich dem eines Nierauchers.
(Quelle mod. n. American Cancer Society)
Wenn es Ihnen genauso geht wie vielen anderen Rauchern, d. h. auch Sie dazu neigen, Ihr reales Krankheitsrisiko eher zu unterschätzen, dann versäumen Sie es nicht, den wichtigsten vermeidbaren Risikofaktor, nämlich das Tabakrauchen, „auszuschalten“. Und dies gerade, weil Sie das – mit Hilfe des IRT – wenn auch nicht völlig mühelos, so doch relativ leicht erreichen könnten !
In dem nun folgenden Kapitel besprechen wir einige Krankheiten, die Ihre Gesundheit ruinieren. Die kommenden Ausführungen sollen Ihnen eine Hilfestellung zur Einsicht geben, wie wichtig es für Sie persönlich ist, sobald wie möglich mit dem Rauchen aufzuhören.
Was meinen Sie, verursacht das Zigarettenrauchen Krebs ? Ja, das tut es.
Verursacht das Rauchen Lungenerkrankungen? Natürlich !
Sind das alle tabakbedingten Krankheiten gewesen? Nein!
Tabakrauchen ist ein Risikofaktor von mindestens 25 verschiedenen Erkrankungen und Krankheiten.
Und dann gibt es noch andere unerwünschte potentielle Konsequenzen des Rauchens.
Z. B. die schon sprichwörtliche Zigarette nach dem Sex. Diese kann Ihr Sexualleben ruinieren !
Nun aber erst einmal die großen tabakbedingten Erkrankungen, für die es bekanntermaßen erwiesen ist, dass sie durch das Rauchen verursacht werden:
- Chronische Bronchitis + Lungenemphysem = COPD
- Herz- und Gefäßerkrankungen; Schlaganfall
- Krebserkrankungen
- Potenzprobleme und Unfruchtbarkeit Schwangerschaftskomplikationen
- Insgesamt erhöhtes Krankheitsrisiko für Raucher
Passivrauchen
Zieht der Raucher an der Zigarette, inhaliert er den sogenannten Hauptstromrauch. Zwischen den Zügen, wenn die Zigarette im Aschenbecher liegt, wird der sogenannte Nebenstromrauch an die Raumluft abgegeben. Der Gehalt an manchen Schadstoffen liegt im Nebenstromrauch noch sehr viel höher als im Hauptstromrauch. Dieser Nebenstromrauch ist für die gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens verantwortlich. Krebserkrankungen, insbesondere Lungenkrebs, Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems treten bei Nierauchern, die regelmäßig Passivrauch ausgesetzt sind, bedenklich häufig auf. Zahlreiche Wissenschaftler vertreten heute die Auffassung, dass Passivrauchen sogar mehr Fälle von Herz-Kreislauferkrankungen bedingt als Lungenkrebsfälle bei Rauchern ! Etwa 400 tödliche Bronchialkrebsfälle jährlich in Deutschland sind dem Passivrauchen zuzuschreiben.
1998 wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft das Krebsrisiko durch Passivrauchen am Arbeitsplatz in die höchste von fünf Gefahrenstufen (in die Stufe A) eingeordnet !
Wie Sie sehen, kann Rauchen auf viele verschiedene Arten töten. Sie meinen, dass dies allgemein bekannt sei ? Nein, das ist es nicht !
In einer großen amerikanischen Studie waren lediglich 3 von 10 Rauchern der Meinung, dass ihr Herzinfarkt-Risiko überdurchschnittlich sei, und lediglich 40% glaubten, dass ihr Krebsrisiko über dem Durchschnitt liege.
Wir meinen, dass es für Sie wichtig ist, Ihre tabakbedingten Risiken zu kennen, damit Sie sich leichter für einen Rauchstopp entscheiden können !
